
Sehr klassisch und romantisch geht es diesmal zu, aber nicht beschaulich und rückwärtsgewandt, sondern vielmehr nach vorne drängend, Veränderungen anstrebend.
Fanny Hensel und Felix Mendelssohn-Bartholdy, die beiden hochbegabten und von den Eltern sehr geförderten Geschwister, sind im ersten Teil zu hören. Die Ouvertüre C-Dur von Fanny Hensel ist ihr einziges Orchesterwerk. Sie hat es selbst 1834 bei einer „Sonntagsmusik“ in ihrem Haus zur Uraufführung gebracht hat. Ein sehr erfolgreiches Werk, das die Seelenverwandtschaft der Geschwister deutlich werden lässt. Bei diesen Treffen wirkte auch Ferdinand David, ein Freund der Familie, häufig mit. Ihm hat Felix Mendelssohn das Violinkonzert e-moll gewidmet, der es 1845 mit großem Erfolg uraufführte. Das Konzert bringt in besonderer Weise Poesie und Virtuosität zusammen. Zum ersten Mal gehen die drei Sätze ohne die üblichen Pausen ineinander über, und auch die unmittelbare Vorstellung des Hauptthemas durch die Solovioline ist ungewöhnlich. Der tänzerische und energiegeladene Dialog vom Solopart und Orchesterbegleitung steht hier im Vordergrund.
Mitreißend, dramatisch, tänzerisch, unaufhaltsam voranschreitend, aber auch idyllisch und sehnsüchtig zeigt sich Beethovens 7. Sinfonie. Sie gilt als Einstieg in die späte Schaffensperiode Beethovens. Die kurzen und prägnanten Themen werden zu großen Ausbrüchen geführt, immer wieder unterbrochen von lyrischen und melancholischen Passagen, bevor das Ganze fulminant zu Ende geht.
Die Solistin Judith Stapf ist in bereits mit vielen großen internationalen Orchestern aufgetreten und gewann mit dem Klaviertrio Orelon 2023 den ersten Preis beim ARD-Wettbewerb. Sie hat auch in Aachen mehrfach konzertiert, unter anderem mit dem Aachener Kammerorchester.
Die Leitung des Konzerts hat Reinmar Neuner.
Eintrittskarten zum Preis von € 22/10 sind über ticketree oder an der Abendkasse erhältlich.
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Ort: Rathaus Aachen, Krönungssaal





