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Kunstroute 2026 & Ludwig Forum. „30 Werke für 100 Tage – Die Sammlung Ludwig und die Gegenwartskunst“

Kurzführungen durch die aktuelle Ausstellung „30 Werke für 100 Tage – Die Sammlung Ludwig und die Gegenwartskunst“ jeweils um 11, 11.30, 15 und 15.30 Uhr

Treffpunkt: Museumskasse. Keine Anmeldung erforderlich.

Ausstellung: 30 Werke für 100 Tage. Die Sammlung Ludwig und die Gegenwartskunst

Mit Arbeiten von Jo Baer, Jean-Michel Basquiat, María Magdalena Campos-Pons, Lygia Clark, Don Eddy, Erró, Richard Estes, Ralph Ladell Goings, Duane Hanson, Alex Hay, Valerie Jaudon, Jasper Johns, Lady Pink, Roy Lichtenstein, Robert Longo, Lee Lozano, Piero Manzoni, Rissa, John Salt, José Toirac, Andy Warhol und Peter Young 
Die Ausstellung geht für 100 Tage zurück zu den frühen Erwerbungen zeitgenössischer Kunst des Aachener Sammlerehepaares Peter und Irene Ludwig. Bis zum Herbst 2026 präsentieren wir rund 30 Highlights der US-amerikanischen Bestände des Ludwig Forums aus der Zeit ab 1960 – ein Moment, in dem man heute oft den Beginn der „Gegenwartskunst“ verortet. Ergänzt werden sie in jeweils durch Kunst, die zeitgleich in Europa und Lateinamerika entsteht.
Der US-amerikanische Kunstkritiker Arthur C. Danto (1923–2013) nimmt 1964 beim Anblick der Werke Andy Warhols einen Bruch wahr, den er durch ein Gefühl der „Ununterscheidbarkeit“ von Kunst und Nicht-Kunst begründet: Der Kontext, in
dem ein Werk zu sehen ist, wird wichtiger als der individuelle Ausdruck von Künstler*innen. Es ist der Beginn einer neuen Form des Realismus, der eine Durchlässigkeit für das Alltägliche hat und spiegelt, wie Wahrnehmung durch Medienkonsum geprägt ist.
Zur selben Zeit beginnen Irene und Peter Ludwig sich auf ihren Geschäftsreisen nach New York für Gegenwartskunst zu interessieren: Pop Art, Minimalismus und weitere parallele Strömungen bieten in den USA ein Gegenmodell zur Kunst der Nachkriegsjahre und verorten Kunst im Hier und Jetzt – ein Bedürfnis, das in der jungen Bundesrepublik der Wirtschaftswunderjahre ein besonderes Echo findet. Die Ludwigs kaufen und präsentieren als erste deutsche Kunstsammler*innen in den 1960er Jahren etwa 150 heute bedeutende Werke der Pop Art und lösen damit einen Trend aus: „American Pop really turns on German Art-Lovers“ (New York Times, 27. Nov. 1970).
Die Sammlungspräsentation zeigt zwei wichtige Strömungen der 1960er Jahre: Die Pop Art und den Minimalismus. Statt auf Subjektivität und Innerlichkeit setzen beide Strömungen affirmativ auf die Kühle der Oberfläche und auf ihre eigene materielle Realität. Ein dritter Abschnitt der Ausstellung zeigt auf, wie ab den 1980er Jahren die Subjektivität in den Diskurs zurückkehrt: Künstler*innen, deren Lebensweg von emanzipatorischen Kämpfen geprägt ist, wie Jean-Michel Basquiat (1960–1988) oder Lady Pink (*1964), verarbeiten in ihren Arbeiten persönliche, emotionale und mediale Erfahrungen. Ihre Werke schaffen eine Art des Erzählens, die Körperlichkeit, Identität
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