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Prof. Dr. Marcus Bölz. „Journalismus als Infrastruktur der Vernunft“.

Journalismus als Infrastruktur der Vernunft: Warum demokratische Gesellschaften auch in fragmentierten digitalen Öffentlichkeiten unabhängigen Journalismus brauchen.
Prof. Dr. Marcus Bölz, Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) Berlin
Marcus Bölz ist von Hause aus Journalist und war bei diversen Zeitungen journalistisch tätig. So zum Beispiel Schwäbische Zeitung, Frankfurter Rundschau, zeit.de und der dpa
Arbeitsschwerpunkte von Marcus Bölz sind die Vermittlung journalismuspraktischer Arbeitsprozesse wie journalistisches Texten, redaktionelles Arbeiten sowie die Erforschung des journalistischen Arbeitsprozesses, Aspekten der Medienwirkung sowie der Rezeption journalistischer Produkte. Er beschäftigt sich in seinen Seminaren aber auch mit Medientheorie und Kommunikationswissenschaft.
Inhalt des Vortrags: Die Digitalisierung hat die öffentliche Kommunikation grundlegend verändert. Während klassische Medien lange Zeit einen gemeinsamen Informationsraum schufen, entstehen heute zahlreiche digitale Teilöffentlichkeiten, die oft unverbunden nebeneinander existieren. Welche Folgen hat diese Entwicklung für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Fähigkeit, politische Konflikte auf der Grundlage gemeinsamer Fakten auszutragen?
Der Vortrag diskutiert diese Fragen aus medienwissenschaftlicher Perspektive. Im Mittelpunkt stehen die Überlegungen von Horst Pöttker zur integrativen Funktion von Öffentlichkeit sowie aktuelle Ansätze von Marcus Bölz, der Journalismus als kulturelle Praxis der Orientierung, Verständigung und gesellschaftlichen Resonanz versteht. Es wird gezeigt, warum unabhängiger Journalismus gerade im Zeitalter sozialer Medien unverzichtbar bleibt: nicht als exklusiver Informationslieferant, sondern als Institution der Recherche, Verifikation und öffentlichen Vernunft.
Der Vortrag lädt dazu ein, über die Zukunft demokratischer Öffentlichkeit nachzudenken und die Bedeutung journalistischer Qualität für eine freie und pluralistische Gesellschaft neu zu bewerten. Ein aktueller Beitrag zur Frage, wie gesellschaftliche Verständigung in einer zunehmend fragmentierten Medienwelt gelingen kann.
Mehr auf der Website der Veranstalterin
Ort: Int. Zeitungsmuseum (IZM)

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