Von Innovation zur Anwendung: Konferenz in Aachen stärkt Wirtschaft für Krisen und Zukunft

Krisenfestigkeit wird zunehmend zu einem Standortfaktor. Die Corona-Pandemie, die Flutkatastrophe im Ahrtal, die jüngsten Brände im Hürtgenwald und im Hohen Venn sowie die angespannte geopolitische Lage zeigen, wie schnell etablierte Strukturen unter Druck geraten können. Wie können Gesundheitsversorgung, Bevölkerungsschutz und Wirtschaftsstrukturen auch unter Krisenbedingungen handlungsfähig bleiben? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 250 Teilnehmende bei bei der zweiten Innovationskonferenz des Projekts Care for Sustainable Innovation (CSI) unter dem Titel „Prepared for Tomorrow – Innovationen für eine resiliente Region auch in Krisen, Katastrophen und Konflikten“ im Neuen Kurhaus in Aachen.

Im Mittelpunkt standen die Telemedizin und mobile Versorgung, Dual-Use-Technologien, Versorgungssicherheit sowie neue technologische Lösungen für den Krisenfall. Zugleich rückte die Konferenz eine wirtschaftspolitische Frage in den Fokus: Wie kann die Region ihre starke Forschungs- und Technologiebasis schneller in konkrete Anwendungen, neue Geschäftsmodelle und zusätzliche Wertschöpfung übersetzen?

Gerade an der Schnittstelle von Medizintechnik, Digitalisierung, Robotik und sicherheitsrelevanten Technologien verfügt die Region Aachen über Kompetenzen mit hohem Innovations- und Marktpotenzial. Entscheidend ist, Forschung, Unternehmen und Anwender so zusammenzubringen, dass aus technologischen Entwicklungen schneller marktfähige Lösungen entstehen.

„Die entscheidende Stärke Aachens liegt darin, aus exzellenter Forschung wirtschaftlich wirksame Innovationen zu machen. Gerade in Zukunftsfeldern wie Medizintechnik, Digitalisierung und Robotik müssen wir den Transfer beschleunigen, damit aus neuen Technologien schneller marktfähige Lösungen, neue Geschäftsmodelle und zusätzliche Wertschöpfung entstehen. So stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts und schaffen zugleich europäische Innovationskraft, die wir brauchen, um auch in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben“, sagt Dieter Begaß, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen.

Dual Use: Technologien für neue Sicherheitsanforderungen
Auch sogenannte Dual-Use-Technologien standen auf der Agenda. Dabei handelt es sich um Technologien, die in unterschiedlichen zivilen und sicherheitsrelevanten Bereichen eingesetzt werden können. Eine Technologie-Expo zeigte zudem Chancen und Grenzen von Drohnen, Robotern und anderen unbemannten, autonomen Systemen im Krisenfall.

„Krisen machen nicht an kommunalen oder institutionellen Grenzen halt. Wenn Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammenarbeiten, können wir gemeinsam mit unseren Nachbarn die technologische Souveränität und Resilienz in NRW und Europa stärken und zugleich neue Wertschöpfung ermöglichen. Dual-Use bedeutet für uns, technologische Innovation aus Forschung und Industrie für zivile und sicherheitsrelevante Anwendungen konsequent nutzbar zu machen“, sagt Ulla Thönnissen, Geschäftsführerin des Region Aachen Zweckverbands.

Aus Vernetzung werden konkrete Innovationsprojekte
Neben Panels, Pitches und Technologie-Expo bot die Konferenz viel Raum für Austausch und neue Kooperationen. Bei einem Speeddating und im anschließenden Networking konnten Teilnehmende gezielt neue Kontakte knüpfen und mögliche Kooperationspartner kennenlernen.

Ein konkretes Instrument dafür sind die Innovationspartnerschaften von Care for Sustainable Innovation. Sie bringen Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheitsversorgung zusammen, um gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln, zu erproben und schneller in die Anwendung zu bringen.

Damit verbindet CSI regionale Vernetzung mit konkretem Innovationstransfer und unterstützt die digitale und nachhaltige Weiterentwicklung der Gesundheitswirtschaft in der Region Aachen.

Mehr Informationen unter: www.care4innovation.de

Über das Projekt Care for Sustainable Innovation:
Das Projekt Care for Sustainable Innovation treibt die digitale und nachhaltige Transformation der Gesundheitswirtschaft in der Region Aachen voran. Care for Sustainable Innovation ist ein Projekt der Partner: Region Aachen Zweckverband (RAZV), Stadt Aachen, StädteRegion Aachen, WFG für den Kreis Heinsberg mbH, Uniklinik RWTH Aachen, RWTH Aachen University, digitalHUB Aachen e.V., MA&T Sell & Partner GmbH, MedLife e.V. und AGIT MBH. Das Innovationsprojekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE/JTF) und des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW gefördert und baut auf den Ergebnissen des EFRE-Projektes Care and Mobility Innovation auf.

www.care4innovation.de

Ansprechpartnerin bei der Stadt Aachen:
Frau Mirijam Böhme
Abteilungsleitung Wissenschaft und digitale Innovationen FB 02/300
Johannes-Paul-II.-Straße 1, 52058 Aachen
Tel: 0241 432-7618
E-Mail: mirijam.boehme@mail.aachen.de

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Aachen, Fri, 18 Sep 2026 08:36:35 GMT


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