Foto: Detlef Funken / Stadt Aachen
Wo in Haaren genau der Haarbach in die Wurm mündet, war bis vor Kurzem kaum zu sehen. Das hat sich geändert: Am sogenannten Haarener Eck wurde der Zusammenfluss der beiden Gewässer sichtbar gemacht – und daraus ist ein neuer Treffpunkt und Erholungsort für den ganzen Bezirk geworden.
Die neue Parkanlage am Alten Friedhof und die Wurm-Haarbachauen sind seit dem Frühjahr gut besucht: Über zwei neue Brücken lassen sich der Ortseingang und der Tuchmacherweg direkt mit dem Park am Alten Friedhof und den dahinterliegenden Ortsteilen verbinden. Dazu kommen ein Uferweg mit Sitzmöglichkeiten, eine Hügellandschaft mit Aussichtspunkt, ein Spielplatz und eine kleine Skateanlage mit Pumptrack. Und es gibt schon die ersten tierischen Stars: Reiher sind regelmäßig zu sehen, sogar ein Schwarzstorch wurde gesichtet, und im Wasser tummeln sich Forellen.
OB Ziemons: „Wie das Deutsche Eck in Koblenz“
Bei einem Besuch im neu gestalteten Areal zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons begeistert: „Hier in Haaren, wo Wurm und Haarbach zusammenfließen, ist ein wunderschönes Naturerholungsgebiet entstanden. Hunderte Menschen nutzen jetzt an den Wochenenden diese schöne Fläche, die vorher völlig zugewuchert und nicht mehr zugänglich war.“ Er wünsche sich, dass das Haarener Eck in Aachen mindestens so bekannt werde wie das Deutsche Eck in Koblenz.
„Wie im Urlaub – mitten in Haaren“
Die Umgestaltung lief in mehreren Abschnitten: 2022 und 2024 wurde zunächst der 1,8 Hektar große Park am Alten Friedhof (Feuerwehrpark) aufgewertet, im März folgte als letzter Baustein das 6.300 Quadratmeter große Areal rund um das Haarener Eck inklusive der beiden Brücken. Gestaltet wurde das Projekt vom Aachener Büro DREIPLUS, geplant von Landschaftsarchitektin Karen Roß-Kark aus dem städtischen Fachbereich Klima und Umwelt. Roß-Kark ist sich sicher, dass jeder seinen persönlichen Lieblingsplatz findet – ob am Spielplatz, am Pumptrack, auf den Sitzplätzen oder am Wasser.
Bezirksbürgermeister Daniel Hecker freut sich besonders über die neue Beliebtheit: Der Spielplatz sei mittlerweile sogar überregional bekannt, ihm seien Besucher aus anderen Stadtteilen und aus Düren begegnet. Die neue Anbindung an die Jülicher Straße mache den „Feuerwehrpark“ noch besser erreichbar.
2,1 Millionen Euro – 80 Prozent gefördert
Die Umgestaltung war ein Herzstück des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) Haaren. Die Kosten von rund 2,1 Millionen Euro wurden zu 80 Prozent von Land und Bund gefördert. Neben dem Naherholungsraum schließt das Projekt laut ISEK-Projektleiter Boris Mehlkopf wichtige Lücken im innerörtlichen Wegenetz und stärkt die Verbindung zwischen Haaren und den angrenzenden Stadträumen.



